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Kinder- & Jugendbuch Frühjahr 2026

Kinder- & Jugendbuch Frühjahr 2026

Front (Rüdiger Bertram & Heribert Schulmeyer)

Front

Rüdiger Bertram & Heribert Schulmeyer

ab 12

Zwei Jungs, deren Länder Krieg gegeneinander führen, lernen, was Vertrauen heißt
Ein schweres Thema hat sich Rüdiger Bertram für dieses Jugendbuch ausgesucht. Adam und Zero leben in Deutschland, kommen aber ursprünglich aus zwei Ländern, die im Krieg miteinander stehen. Das sorgt natürlich auch in der Schule immer wieder für Spannungen. Beide eint jedoch, ohne dass sie das wüssten, ein großer Wunsch. Sie möchten beide in ihre Heimatländer zurück. Adam, um seine Schwester zu sehen, die als tanzende Frontsoldatin eine Art Social-Media-Star geworden ist, Zero, um nach seinem vermissten Bruder zu suchen. So macht jeder für sich einen Plan, um abzuhauen und dabei landen sie in demselben Hilfstransporter ins Kriegsgebiet. Spätestens, als sie dort entdeckt werden, sind sie aufeinander angewiesen. Der Aufenthalt in Frontnähe, den sich beide eher heldenhaft ausgemalt hatten, führt Adam und Zero sehr klar vor Augen, was es bedeutet, wenn Menschen einander nicht mehr vertrauen können oder wollen und Krieg gegeneinander führen. Bertrams nüchterner und trotzdem warmer Erzählton und die Comiceinschübe von Heribert Schulmeyer ergänzen sich hervorragend. Ein nachhallendes, berührendes Leseerlebnis.
Sven Puchelt

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Alle abgeholt! (Sabine Kranz)

Alle abgeholt!

Sabine Kranz

ab 2

Das tägliche Kita-Ritual grandios in Szene gesetzt
Ein knallbunter, wimmliger Kitaraum mit zehn Kindern (die wir auf dem Cover schon mit Namen vorgestellt bekommen haben) und ihrem Erzieher. Am Fenster sitzt Oskar, schaut hinaus und ruft: „Fritzi abgeholt!“. Auf der folgenden Seite werden Fritzis Hausschuhe in den Hauschuhkorb geworfen, Fritzis Jackenhaken ist leer und Oma holt Fritzi ab. Aber schon geht es weiter: „Malik, Hugo abgeholt!“ ruft Oskar schon wieder. Nach und nach werden so alle Kinder, und auch der Erzieher, abgeholt, treffen sich aber schon kurz darauf auf dem Spielplatz wieder. Ein herrlicher Kita-Bilderbuchspaß, in dem es unzählige Kleinigkeiten zu entdecken gibt.
Sven Puchelt

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Animanimals - T-Rex / Zebra / Katze (Julia von Ocker)

Animanimals - T-Rex / Zebra / Katze

Julia von Ocker

ab 2

Tiergeschichten
Als ich gelesen hatte, dass die Animanimals im KiKa kommen, dachte ich sofort: och
nee, muss das sein? Aber nachdem ich die witzigen, bunten, ausdrucksstarken
Pappbilderbücher gesehen habe, musste ich alle meine Vorurteile einpacken.
Kräftige, nicht knallige Farben, wenig auf einer Seite, kurze Texte, ein perfekter
Bilderbucheinstieg.
Das Zebra rennt gegen einen Baum und alle seine Streifen verschieben sich. Es
versucht alles Mögliche, aber es gibt immer nur neue Mustervarianten, keine
Streifen. Irgendwann gibt es auf und hat Sorge, was die anderen Zebras sagen. Aber
die finden, es sei gerade durch sein Anderssein etwas ganz Besonderes.
Katze dagegen möchte kochen. Mäusesuppe. Nach Anleitung aus dem Kochbuch.
Alles ist gerichtet und sie startet. Auf einmal bewegt sich ihr Mäusebündel und
entkommt. Aber Katze lässt die Mäuse frei und beginnt mit ihnen zu spielen. Als sie
realisiert, dass die Mäuse ins kochende Wasser geworfen werden sollen, ist sie
entsetzt und es gibt nur Gemüsesuppe, die sie mit den Mäusen verspeist.
T-Rex möchte Basketball spielen, was mit seinen kurzen Armen einfach nicht
möglich ist. Dafür entdeckt er sein wirkliches Talent.
Sabine Müller
 

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Bist du der Winter? (Lena Walde)

Bist du der Winter?

Lena Walde

ab 2

Liebevoll getextet, liebevoll illustriert
Das kleine Eichhörnchen hat noch keinen Winter kennengelernt. Als die Eltern erzählen, dass dieser nun bald kommen würde, möchte es ihn unbedingt als erstes entdecken.  Jedoch wie erkennt man den Winter? Papa hat gesagt, der Winter sei weiß. Und so fragt das kleine Eichhörnchen nun verschiedene weiße Tiere, ob sie der Winter seien und bekommt weitere Eigenschaften des Winters genannt: „kalt“, „dunkel“ und „leise“. Als das Eichhörnchen am Ende des Buches natürlich den Winter kennenlernt und die ersten Fußstapfen im Schnee hinterlässt, wünscht man sich fast unweigerlich sofort, es ihm gleichzutun. 
Sven Puchelt

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Mäuschens Äpfel (frences Stickley & Kristyna Litten)

Mäuschens Äpfel

frences Stickley & Kristyna Litten

ab 3

Eine pfiffige Maus
Vier schöne pralle Äpfel hat das hungrige Mäuschen gefunden und rollt sie gerade nach Hause, als der Bär vorbeikommt und die Äpfel für sich beansprucht. Er steckt sie in seinen Korb, auch noch den kleinen fünften, etwas schrumpeligen, auf den ihn die Maus noch hingewiesen hat, deckt sie mit einem Tuch ab und macht sich auf den Weg. Daheim angekommen sind jedoch fast alle Äpfel verputzt. Wie die Maus das angestellt hat und die Geschichte doch noch versöhnlich endet, erzählt Frances Stickley in witzigen, von Nils Aulike gelungen übersetzten Reimen und Kristyna Litten liefert wunderbare Illustrationen dazu.
Sven Puchelt

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Pfoten weg vom roten Knopf (Matilde Tacchini)

Pfoten weg vom roten Knopf

Matilde Tacchini

ab 3

„Das ist doch nur ein Knopf.“ – „Allerdings ein roter!“
„Der Knopf war da. Vielleicht seit einer Stunde, vielleicht seit einem Tag, vielleicht schon immer.“ So beginnt dieses Bilderbuch, in dem sich sechs Tiere Gedanken machen was wohl passiert, wenn man diesen Knopf drückt. Bär, Fasan und Eule sind eher skeptisch: „Katastrophe“, „Gluthitze“, „Schleudergang“. Hase, Fuchs und Eichhörnchen vermuten, dass vielleicht aber etwas Schönes passiert: „Vielleicht werden wir alle bunt!“. Und außerdem: „Wenn wir’s nicht ausprobieren, werden wir es nie erfahren“. Was nun wirklich passiert, wenn man den Knopf drückt, ob das überhaupt geschieht und was der Wurm mit der ganzen Geschichte zu tun hat, das muss man schon selbst herausfinden und hat danach einen wunderbaren Anlass, sich mit Kindern über Vorsicht, Mut und diverse Knöpfe zu unterhalten.
Sven Puchelt

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Der Postbär, der nicht lesen konnte (Susana Peix & Sara Sánchez)

Der Postbär, der nicht lesen konnte

Susana Peix & Sara Sánchez

ab 4

Von der Freude, jemandem zu helfen, etwas Neues zu lernen
Der Postbär Emil trägt schon immer zuverlässig die Briefe im Wald aus. Allerdings kann er nicht lesen. Mit seinem hervorragenden Geruchssinn erkennt er aber immer zuverlässig, für wen welcher Brief ist. Doch eines Tages ist in seiner Lieferung ein Brief, den er nicht zuordnen kann. Könnte es sein, dass dieser für ihn selbst ist? Aber wer sollte ihm, der gar nicht lesen kann, schreiben? Witzig und liebevoll. 
Sven Puchelt

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Das Ram-Tam-Tier (Jens Rassmus)

Das Ram-Tam-Tier

Jens Rassmus

ab 3

Einfach so glücklich sein!
Pinguin kann es nicht fassen: das blaue haarige Ram-Tam-Tier geht durch die Welt und ist einfach so albern und vergnügt und voller Lebensfreude. Es singt und grunzt und quakt und bellt, ist nirgends angestellt (Ins Büro, no, no, no!) und braucht kein Geld. Eines Nachts fällt der Pinguin vom Ast, das Ram-Tam-Tier ist sofort zur Stelle und fängt ihn auf. „Komm mit, wir wandern durch die Welt“, fordert es den Pinguin auf. Freudig antwortet dieser „Cool, let’s go“. 
Ein besonderes Bilderbuch. Aussagekräftig illustriert und getextet. Trotz des sehr reduzierten Textes (Reime, die einfach so immer auf „o“ enden), kommt die Botschaft klar rüber. Über dieses Buch, darf man sich einfach so richtig freuen.
Margret Thorwart

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Papa? (Julia Donaldson & Sara Ogilvie)

Papa?

Julia Donaldson & Sara Ogilvie

ab 3

Alles Familie?
Bär erwacht hungrig aus dem Winterschlaf und findet ein Ei zum Frühstück, aus
dem gerade vor dem Reinbeißen ein Küken schlüpft, das Bär sofort als seinen Papa
adoptiert. Bär versucht Küken loszuwerden und zählt alle möglichen Unterschiede
zwischen ihnen auf, aber Küken lässt sich nicht abwimmeln und folgt Bär
unverdrossen und macht ihm alles nach. Honig essen, laufen statt fliegen, in der
Höhle übernachten. Als Küken am Teich einschläft, stiehlt er sich davon, kann
Küken aber nicht vergessen und ist fast froh, als Küken zurückkommt. So
verbringen sie den Sommer zusammen. Eines Tages lernt Küken einen jungen
Gänserich kennen, der ihr alles beibringt, was eine Gans können muss, auch fliegen.
Als die Gänseschar im Herbst in den Süden fliegt, nehmen sie Küken mit und Bär
bleibt zurück und muss sich eingestehen, dass er sie vermisst. Groß ist seine Freude,
als Küken ihn nach dem Winter wieder besucht und ihm nach einigen Jahren eine
besondere Freude bereitet.
Eine witzige Geschichte mit ausdrucksstarken Bildern. Ich liebe es, wie Bär schaut,
alle Gefühle springen ihm geradezu aus dem Gesicht, und auch Kükens Mimik ist
mit wenigen Strichen deutlich zu erkennen. Ein großer Spaß für alle, die
Bilderbücher lieben.
Sabine Müller

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Milla Gorilla (Lotte Schweizer & Anke Verena Krug)

Milla Gorilla

Lotte Schweizer & Anke Verena Krug

ab 3

Vorlesevergnügen
Milla ist ein kleines, aufgewecktes, sehr starkes Gorillamädchen, das rote
Cowboystiefel trägt und ihre Kuschelbanane Nani liebt und ihr Zimmer unterm
Dach hat. Eines Morgens entdeckt sie als erste den Umzugswagen vor dem Haus,
aus dem auch ein Junge in ihrem Alter steigt. Sie kann es kaum erwarten, ihn
kennenzulernen und mit ihm zu spielen und sich mit ihm anzufreunden.
An einem anderen Tag wird sie von den Großeltern vom Kindergarten abgeholt. Mit
ihnen geht sie immer auf den Spielplatz und es gibt ein Eis. Leider schüttet es an
diesem Tag wie aus Kübeln, darum wollen die Großeltern nach Hause. Milla ist
wütend und sauer und streitet sich mit Opa. Natürlich gibt es eine große
Versöhnung.
In jeder Geschichte begleiten wir Milla durch den Alltag, erleben jede Menge
Gefühle und bringen Milla am Abend ins Bett.
Ideal als abendliche Vorlesegeschichte für die Kleinsten.
Sabine Müller

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Ach! Noch wach? (Lorenz Pauli & Kathrin Schärer)

Ach! Noch wach?

Lorenz Pauli & Kathrin Schärer

ab 4

Wer will da nicht schlafen?
Da die großen Murmeltiere müde sind, müssen die kleinen Murmeltiere schlafen
gehen. Alle werden eingesammelt und nach dem Waschen und der
Gutenachtgeschichte ins Bett gebracht und schlafen ein. Alle? Natürlich nicht. Eines
ist noch wach. Es will die Dunkelheit sehen, und noch ehe das große Murmeltier
reagieren kann, ist das kleine schon verschwunden und bestaunt draußen die Welt
bei Dunkelheit. Seine Entdeckungen muss es sofort den anderen mitteilen. Leider
verirrt es sich auf dem Heimweg und landet in der Fuchshöhle, aber dort gibt es
auch ein Fell zum Ankuscheln, denn ein Fuchskind möchte nicht aufstehen. Das
kleine Murmeltier erzählt dem Fuchskind von seinen Ideen und Beobachtungen,
der kleine Fuchs dem Murmeltier von seinen Träumen. Darüber schläft das
Murmeltier ein und der Fuchs geht doch nach draußen, um wie das 
Murmeltier etwas zu erleben. Das kleine Murmeltier wird vom großen, das sich auf
die Suche nach ihm gemacht hat, nach Hause gebracht. Wie immer ein
wunderschönes Bilderbuch des großartigen Duos Pauli/Schärer. Kathrin Schärer
zaubert mit wenig Farbe eindrückliche Nachtszenen und wunderschöne Traumsequenzen.
Sabine Müller

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Ganz schön mutig! (Jörg Mühle)

Ganz schön mutig!

Jörg Mühle

ab 6

Von doofen Wölfen, fiesen Spitzmäusen und einer dicken Freundschaft
Jörg Mühle ist seit Jahren für seine Hasenkind-Bücher weltbekannt. In vielen Kinderzimmern zuhause sind außerdem Bär und Wiesel („Zwei für mich, einer für dich“, „Morgen bestimme ich!“, „Das war doch keine Absicht!“), das tolle Zweitlesebuch „Als Papas Haare Ferien machten“ und viele weitere von ihm getextete und/oder illustrierte Bücher. Nun ist sein erstes Buch mit Kindercomics erschienen. Und das hat es in sich. Das Kaninchen Nini, Hamster Goldi und Gartenschläfer Klaus sind dicke Freunde und erleben in den großartig gezeichneten Episoden Abenteuer, die für Kinder gut nachvollziehbar sind. Ihre Widerparts sind dabei der Wolf, die fiesen Spitzmäuse (samt deren pedantischem Vater) und auch immer wieder die Eltern. Mal rotzfrech („Arschfratze“), mal reflektiert nachdenklich (Goldi: „Manchmal wär‘ ich gern so mutig wie Nini“ Klaus: „Ich weiß gar nicht, ob die sooo mutig ist. Ich glaube, die hat bloß keine Angst.“) und immer witzig, macht dieser Comic so richtig Lust aufs Lesen!
Sven Puchelt

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Ninas Monster - Falsch geliefert (Rüdiger Bertram & Mateo Dineen)

Ninas Monster - Falsch geliefert

Rüdiger Bertram & Mateo Dineen

ab 8

Das Mädchen Nina möchte unbedingt ein Monster haben.
Eines Tages stürmt es sehr stark und plötzlich weht es Nina einen Katalog ins Gesicht.
Oh, es ist ein Monster-Katalog, doch alle Monster sind ziemlich teuer. Bekommt Nina ihr Monster? Lest selbst, wie es weitergeht. So viel verrate ich: Nina erlebt viele Abenteuer. 
Und wem die Geschichte gefallen hat, dem empfehle ich noch den Band 2 der Reihe Ninas Monster „Zuhause gesucht“, der diesen Sommer erschienen ist.
Elsa Leber (8 Jahre)

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Sommer am Rand der Welt (Julia Willmann & Jens Rassmus)

Sommer am Rand der Welt

Julia Willmann & Jens Rassmus

ab 9

Eine Geschichte über Mut und Zusammenhalt
Das Strandhotel Pia, versteckt hinter Kiefern und doch direkt am Meer – das ist das Zuhause der zehnjährigen Juno und ihres Papas, dem Besitzer von Pia. Im Sommer ist das Hotel immer ein Ort voller Menschen, die sich durch ihre Ferien summen und brummen. Juno liebt die Gäste und die Geschäftigkeit, sie liebt es, den Gästen die besonderen Ecken und Winkel des Hauses zu zeigen. Die Sommer dürften niemals enden!
Aber in diesem Jahr ist alles anders. Nicht nur, dass es ständig regnet – nein, das Hotel ist leer, und zu ihrem großen Schrecken erfährt Juno, dass sie die Gäste an schickere und modernere Hotels verloren haben. Juno versteht die Welt nicht mehr – und auch nicht die Gäste. Was wollen sie denn im angesagten Hotel „Palace“, in dem alles beige und langweilig ist? 
Ihr Vater verliert den Mut, aber in Juno erwacht der Kampfgeist. Sie will das Hotel unbedingt retten! Und so beginnt sie eine fantasievolle Rettungsmission, sucht „bunte“ Gäste für ihr „buntes“ Hotel und erfährt bald so viel Unterstützung, dass die Rettung gelingen könnte...
Das ist ein sprachlich toller Sommerroman mit charmanten Charakteren, quietschenden Gummistiefeln und den weltbesten Stullen – die einfühlsamen Illustrationen von Jens Rassmus tun ihr Übriges.
Schön, dass Juno am Ende, als die Dinge sich endlich wieder in die richtige Richtung entwickeln, auf eine Bootstour gehen und so die Verantwortung wieder zurück in die Hände der Erwachsenen legen kann.
So ein schönes und gelungenes Kinderbuch, in dem am Ende alles gut wird! 
Andrea Theilmann

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Juli im Land der Zeitgeister (Wieland Freund)

Juli im Land der Zeitgeister

Wieland Freund

ab 9

Ein fantastisches Abenteuer in der Ziffernblatt-Welt
An einem Mittwoch um 14:30 Uhr bleibt die Zeit stehen. Also nicht einfach nur die Uhren, sondern die Zeit. Julis Oma bleibt mitten beim Backen in der Küche stehen und rührt sich nicht mehr. Juli jedoch kann sich noch bewegen und trifft so auf den Zeitgeist Trim und den alten Uhrmacher, mit denen sie durch die alte Standuhr im Keller in das Land der großen Uhr geht, um dem Geheimnis des Zeitstillstands auf den Grund zu gehen. Wieder einmal erweist sich Wieland Freund als großartiger Geschichtenerzähler mit wundervollen Ideen. So lebt beispielsweise die Hexe Unruh in der Ziffernblattwelt (die Tobias Goldschalt für das Vor- und Nachsatzblatt so toll gezeichnet hat, dass man beim Lesen immer wieder dorthin blättert) im Hexenwald auf 7 Uhr. Wer hinter dem Zeitstillstand steckt, sei hier nicht verraten. Ein klassisches Kinderbuch zum Vor- und immer wieder Selberlesen.
Sven Puchelt
 

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Cleo, Chaos und Konfetti (Lena Hach & Jutta Wetzel)

Cleo, Chaos und Konfetti

Lena Hach & Jutta Wetzel

ab 9

Tagebuch einer Viertklässlerin
Cleo gewinnt bei einem Quiz in der Bibliothek einen Preis und ist ganz aus dem
Häuschen. Die Freude wird gedämpft, als sie den Preis bekommt: ein
Aufmerksamkeitstagebuch. Aber sie beschließt, es einmal auszuprobieren und wir
dürfen mitlesen. Cleo schreibt über sich: „Manchmal springen die Ideen in meinem
Gehirn herum wie mehrere Kugeln in einem Flipperautomaten. Überall macht es
nur so BING! BING! BING!“ Sie beschreibt übersprudelnd ihren Familienalltag und
den Schulalltag in der 4a, die eine recht lebhafte Truppe ist und ihre Lehrerin Frau
Schmunzler ordentlich herausfordert. Die Klasse ist kaum mehr zu bändigen, als
vor Fasching ein Kostümwettbewerb ausgerufen wird. Cleo muss natürlich
gewinnen und das beste Kostüm haben, aber wie?
Cleo ist witzig, neugierig, zugewandt und chaotisch und interessiert an den
verschiedensten Dingen wie zum Bespiel Prinzessinnen und Steinzeit, was sie uns
gerne mitteilt.
Sabine Müller

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Happy (Holly Goldberg Sloan)

Happy

Holly Goldberg Sloan

ab 10

Kleiner Hund und großes Glück
Das Leben von Cody ändert sich schlagartig, als ihr Vater bei einem Unfall ums Leben kommt und sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder Geno in ein nicht sehr komfortables Bootshaus umziehen muss. Als Cody auf dem Nachhauseweg von der Schule ein kleiner, herrenloser Hund nachläuft, beschließt sie ihn mit nach Hause zu nehmen. Nachdem sie auch ihre Mutter überzeugen kann, darf der kleine Vierbeiner bei der Familie bleiben. Cody gibt ihm den Namen „Happy“ und sieht ihn als Glücksbringer für ihre Familie. Und tatsächlich bereichert er die Familie auf vielfältige Weise und sorgt unbeabsichtigt auch für große Veränderungen. Holly Goldberg Sloan erzählt hier eine warmherzige und tröstliche Geschichte über Verlust, Freundschaft, Mut und die Liebe zur Natur.
Patricia Mock

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Wenn die Bienen schweigen (Caryl Lewis)

Wenn die Bienen schweigen

Caryl Lewis

ab 14

„Wir sind hier, um euch vor der Welt zu schützen …“
Die Welt hat sich verändert. Mit der letzten Biene, die ausstirbt, trifft die Zivilisation ein harter Schlag.
Ohne bestäubte Blüten droht dem Land eine große Hungersnot. In dieser verzweifelten Lage beschließt die Regierung, Mädchen im Alter von 11 Jahren in Camps zu zwingen. Ihre tägliche Aufgabe: die Bevölkerung durch das eigenhändige Bestäuben der Blüten mit einem speziellen Pinsel am Leben zu erhalten.
Jess, eine der Kandidatinnen, wird von ihrer Familie getrennt um den Befehlen Folge zu leisten. Doch sie teilt nicht das Schicksal der anderen Mädchen, welche manipuliert und verblendet sind. Jess weiß, dass es nicht der Normalität entspricht und die Welt früher gänzlich anders aussah.
Als ihr in ihrem monotonen Alltag zufällig Farben in die Hände fallen, reift der Plan, etwas zu verändern. Und schon bald weckt sie durch ein großes buntes Bild an der Wand den Rebellionsgeist der anderen Mädchen. Doch reicht ihr Kampfgeist aus, um gegen ein System anzukommen, welches das angebliche Überleben sichert?
Caryl Lewis hat mit diesem hochaktuellen Jugendbuch einen Weckruf gestartet und zugleich ein erschreckend realistisches Bild vom Untergang der Bevölkerung gezeichnet.
Eine aufrüttelnde Geschichte, spannend, voller Herz und mit Suchtpotential.
Nicole Heller

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Nur wir (Annika Scheffel)

Nur wir

Annika Scheffel

ab 14

Wer ist Teo?
Noomi, Ada, Ty und Elio nehmen aus unterschiedlichen Gründen an einem besonderen Sommercamp teil. Auf sich allein gestellt, sollen die vier mehrere Tage auf einer unbewohnten Insel in einem See verbringen. Gleich zu Beginn gibt es Spannungen zwischen den Jugendlichen. Und dann taucht plötzlich Teo auf. Teo ist ein etwa gleichaltriger Junge, der laut eigener Aussage mit seinen Eltern auf der Insel wohnt, die nun kurz weg sind, aber bald zurückkommen würden. Teos Verhalten - manchmal kann er Gefühle scheinbar gar nicht deuten, dafür scheint er ein fast unerschöpfliches Wissen zu haben - irritiert Noomi, Ada, Ty und Elio zusehends. Ist Teo überhaupt ein Mensch? Geschickt baut Annika Scheffel Spannungsbögen auf und lässt Leserinnen und Leser eigenes Verhalten reflektieren. 
Sven Puchelt

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Mädchen allein zu zweit (Daniela Dröscher)

Mädchen allein zu zweit

Daniela Dröscher

ab 14

Erwachsen werden
Issa und Grace sind 16 und beste Freundinnen. Beide wachsen bei alleinerziehenden Müttern in Familien auf, in denen das Geld immer zu knapp ist, und gehen auf ein Gymnasium, das vor allem von sehr reichen und versnobten Internatsschülern besucht wird. Als die beiden sich nach den Sommerferien wiedertreffen, hat Grace ein im wahrsten Sinne großes Problem: ihre Brüste sind extrem gewachsen, so dass sie nun permanent Schmerzen hat und keinen für sie eigentlich so wichtigen Sport mehr ausüben kann. Da die Mädchen sich von sämtlichen Erwachsenen im Stich gelassen fühlen, machen sie sich gemeinsam an Plan A, B, C…, damit Grace hoffentlich bald wieder ihr normales Leben führen kann. Auf dem Weg dorthin haben sie mit diversen Hürden zu kämpfen, lehnen sich gegen Eltern, Lehrer, Mitschüler und Ärzte auf, stehen füreinander ein und lassen sich nicht unterkriegen. Außerdem verliebt Issa sich während dieser Zeit in „den Sir“, einen Mitschüler aus sehr vermögendem Elternhaus, was weitere Probleme mit sich bringt. 
Ungewöhnlich und zum Nachdenken anregend ist Grace‘ „Alphabet des Geldes“, das sie in ihrem Tagebuch verfasst und welches über den Roman verteilt zu lesen ist.
In ihrem ersten Jugendbuch schreibt die erfolgreiche Autorin offen, einfühlsam und nahbar über die Themen, die jugendliche Mädchen bewegen.
Melanie Weise

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72 Stunden nur mit dir (Darianne Schramm)

72 Stunden nur mit dir

Darianne Schramm

ab 14

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass die Person vor dir nur noch 72 Stunden zu leben hat?
Schreiend wegrennen? Zu Eis erstarren oder es einfach ertragen?
Diese Frage stellt sich Sydney Tag für Tag. Eine blinkende pinke Uhr erscheint über dem Kopf des „Angezählten“ und zählt unbarmherzig die letzten Minuten runter. Ein absoluter Fluch, denn aufhalten kann sie den Todescountdown nicht. Syd hat ihre Regeln und die wichtigste von allen lautet: Nicht einmischen! Sie ist die Einzige, die diese Todesuhren sehen kann. Ein belastendes Geheimnis, welches sie unnahbar und distanziert auf andere Menschen wirken lässt. Alle, außer Peter. Peter nimmt Sydney ihre zur Schau getragene Kälte nicht ab und möchte sie näher kennenlernen. Sydney stellt schnell fest, gemeinsam ist das Geheimnis leichter zu ertragen. Sie sieht endlich wieder ein wenig Licht, als die nächste Uhr blinkt und ihre neugewonnene Zuversicht zerschlägt.
Einfühlsam, nachdenklich machend, witzig und dennoch leicht. Eine Hommage an das blühende Leben und die Vergänglichkeit. Ich war begeistert!
Nicole Heller 

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