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Einige Gedanken zum Bilderbuch

Bilderbücher haben in vielfältiger Weise Einfluß auf die kindliche Entwicklung.

Bilderbücher bieten Kindern die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln – nicht durch die direkte Teilnahme am Geschehen, sondern durch die übermittelte Teilnahme in Wort und Bild.

Bilderbücher sind Kommunikationspartner für Kinder. Sie erzählen von der Wirklichkeit und von der Phantasie. Wichtig dabei ist die Verfügbarkeit der Bilder.
Man kann ein Bild so lange anschauen wie man will.
Das gibt auch Erwachsenen die Möglichkeit, immer wieder mit Kindern ins Gespräch über das Bilderbuch zu kommen.

Da jedes Kind sich anders entwickelt, sind eindeutige Altersangaben für Bilderbücher nicht möglich.
Eine grobe Einteilung der kindlichen Entwicklungsstufen kann helfen, das passende Buch zu finden.

Das 1-2jährige Kind
- liest Bilder
- benennt Dinge die es sieht
- beginnt mit ersten Sprachspielen
- läßt sich zum Nachahmen aktivieren

Das 3-4jährige Kind
- entwickelt Ich-Identität
- identifiziert sich mit Personen und Tieren in Geschichten
- verlangt nach Sachinformationen
- macht Dinge nach und führt sie auch weiter

Das 5-6jährige Kind
- unterscheidet Fantasie und Wirklichkeit in Geschichten
- nimmt Hintergründiges wahr
- entdeckt und entwickelt eigene Fertigkeiten

Wie bewertet man nun aber Bilderbücher, bzw. wann ist ein Bilderbuch ein gutes Bilderbuch?

Ich möchte hier einige Gesichtspunkte zur Bewertung von Bilderbüchern nennen.
Diese sind nicht in einer Wertigkeitsreihenfolge genannt, sondern können nur Anstöße zur Bewertung von Bilderbüchern geben.

- Passen Bilder und Bildunterschriften zusammen?
- Ein klarer Ablauf der dargestellten Geschichte erleichtert das Verständnis
- Je eindeutiger die Charaktere der Hauptfiguren sind, desto einfacher ist für den Betrachter die Identifikation
- Ein Bilderbuch soll das Interesse des Betrachters wecken und aufrecht erhalten
- Illustration und Text sind wichtig, beim Text hat der Vorleser jedoch die Möglichkeit zumindest die Wortwahl dem Verständnis des Kindes anzupassen
- Wenn der Alltag und die Probleme des Kindes im Buch ein Stück weit berücksichtigt sind, fördert das das Selbstbewußtsein und die Selbständigkeit des Betrachters
- Sensibilisierung für Probleme sowohl aus der unmittelbaren Umgebung des Kindes (z.B. Geschwister, Tod, Scheidung...) wie auch in größeren Zusammenhängen (z.B. Umweltprobleme, Krieg...)
- Unterhaltungswert des Buches
- Förderung der Sprachentwicklung durch das Buch
- Ästhetische Gesichtspunkte

Natürlich kann kaum ein Bilderbuch sämtlichen dieser Ansprüche gerecht werden, zumal je nach Entwicklungsstufe des Kindes unterschiedliche Kriterien wichtig sind.


Das gute Bilderbuch gibt es nicht, wohl aber viele gute Bilderbücher.