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CD Tipps Herbst/Winter 2020

CD Tipps Herbst/Winter 2020

Drunk with love (Bad Mouse Orchestra)

Drunk with love

Bad Mouse Orchestra

Queere Songs der 20er und 30er
Das Bad Mouse Orchestra um Sängerin und Ukulelespielerin Charlotte Pelgen tritt seit einigen Jahren erfolgreich mit Musik aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts auf. Einladungen zu internationalen Festivals sprechen für die musikalische Qualität der Band, zu der neben Charlotte Pelgen noch Stefan Pößiger (Ukulele, Gesang), Peter Jung (Gitarre, Gesang) und Jake Smithies (Kontrabass, Gesang) gehören. Fast zwangsläufig stößt man bei Beschäftigung mit Songs der Roaring Twenties auf Texte, die Themen queeren Lebens aufgreifen. Das nahmen die Musiker zum Anlass, ausführlich zu recherchieren und das Programm dieser CD zusammenzustellen. 15 Songs, davon zwei auf Deutsch, erzählen vom Leben der LGBTQ Community zu einer Zeit, in der man kurz dachte „anything goes“. Die glockenhelle, einfühlsame Stimme von Charlotte Pelgen harmoniert aufs Beste mit den Arrangements, die auch beim mehrmaligen Hören Feinheiten bereithalten. Das umfangreiche, englischsprachige Booklet mit ausführlichen Informationen zu den Komponist*innen, Texter*innen und Songs ist online auf Deutsch verfügbar. Ein musikalischer Genuss und ein gut recherchiertes Zeitdokument.
Sven Puchelt

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Blue White Gold (Dreamers' Circus)

Blue White Gold

Dreamers' Circus

Minimal Classic Folk
Die Musik des dänischen Trios lässt sich schwer in eine Schublade stecken. Zwei traditionelle Stücke auf der aktuellen CD verweisen auf die Verbundenheit der Musiker zum skandinavischen Folk, aber was die drei Multiinstrumentalisten mit diesem Erbe anfangen, sprengt sämtliche Grenzen. Die Musik mäandert zwischen Folk, Klassik und Minimal Music, ohne sich dabei zu verlieren. Mit „North of Trondheim“, dem auf einer traditionellen norwegischen Melodie basierenden Opener, wird der heiter-melancholische Grundcharakter des Albums eingeführt. „The world was waiting“, ein kleines minimalistisches Stück, das Pianist Nikolaj Busk lange vor der Pandemie schrieb, passt nicht nur vom Titel in die aktuelle Situation, sondern wurde durch ein wunderbares Video mit mitpfeifenden Menschen auf der ganzen Welt auch zum Stimmungsaufheller in Zeiten des Lockdowns im Frühjahr. Im farörischen „Brestiskvæði“ kommt die ganze Kraft skandinavischer Musik zum Tragen. Eine CD zum Genießen. Und als kleiner Tipp: Das stimmungsvolle CD-Release-Konzert, das am 29. Mai vor Familienangehörigen an der Feuerstelle im Garten des Studios Møn Sessions stattfand, ist als Video auf moensessions.com noch abrufbar.
Sven Puchelt

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